Softballerinnen scheiden im Viertelfinale der Playoffs aus

Ein Bericht des Kölner Stadt-Anzeiger von von Matthias Breuer, Donnerstag, 21. August 2025

In den Softball-Playoffs um die Deutsche Meisterschaft scheiterten die Wesseling Vermins überraschend im Viertelfinale an den Guggenberger Legionären aus Regensburg mit 1:2 im Best-of-Three-Modus. Konnte der Titelverteidiger vom Rhein vor eigenen Fans den Außenseiter im ersten von drei Spielen knapp mit 16:15 besiegen, gingen die folgenden Partien mit 1:8 und 7:12 verloren.

Seit 2010 verpasste Coach Udo Dehmel mit seinen Wesselingerinnen nur zweimal das Meisterschaftsfinale. 2011 scheiterten die Vermins ebenfalls im Viertelfinale und verpassten zuletzt 2016 das entscheidende Titelspiel. „Es liegt immer noch Trauer und Unverständnis über dem Verein“, berichtete Trainer Dehmel nach dem Ausscheiden.

Ihm und dem kompletten Verein war im Vorfeld des Aufeinandertreffens bewusst, dass die Vermins aufgrund einiger Urlauberinnen mit einer „Notmannschaft“ gegen Regensburg antreten würden. Der Coach hatte zudem davor gewarnt, dass die Partie mit Schlagfrauen aus der zweiten und dritte Reihe eng verlaufen könnte.

Das frühzeitige Aus traf Dehmel und alle, die es mit den Vermins halten, dennoch überaus überraschend. Die Niederlage machte der Übungsleiter in seiner Analyse letztendlich aber nicht am dezimierten Team fest, sondern nahm einen spielentscheidenden Fehler im letzten Spiel allein auf seine Kappe. „Als Trainer habe ich einen Fehler gemacht, in dem ich eine unserer BaseRunnerinnen nicht deutlich genug gestopp thabe, wodurch sie dann leider im HomeOut war. Wir hätten das Spiel danach immer noch gewinnen können, die Regensburger bekamen
jedoch ihr Momentum zurück. Und wir machten in der Verlängerung dann noch ganz einfache, aber gravierende Fehler, die zu dieser Niederlage führten.“

Nervöser Auftakt

Im ersten Spiel begannen die Vermins ungewohnt nervös und lagen nach den ersten beiden Innings bereits mit 1:12 zurück. Erst ab dem vierten Durchgang konnten sie den Rückstand langsam, aber stetig verkürzen. Dennoch startete das Team von Trainer Dehmel in das letzte Inning mit einem 14:15-Rückstand, den Katharina Szalay und Jana Sistig noch in einen knappen Sieg drehten.

Im zweiten Spiel erzielte lediglich Amelie Kühler im dritten Inning einen Run. Regensburg zeigte sich dort jedoch treffsicher und ging mit 3:1 in Führung. Im vierten Durchgang bauten die Bayern ihren Vorsprung mit fünf weiteren Runs aus und setzten im sechsten Inning den Schlusspunkt – die Entscheidung über den Halbfinaleinzug wurde damit vertagt.

In der entscheidenden Partie drehten die Vermins zunächst eine Regensburger Führung zu ihren Gunsten. Ihren knappen Vorsprung von einem Run konnten Dehmels Damen jedoch nicht ins Ziel bringen, denn die Gäste glichen zum 7:7 aus, sodass eine Entscheidung in der Verlängerung fallen musste. Diese fanden die Gäste mit fünf Runs und dem damit verbundenen Einzug ins Halbfinale. „Trotz unserer Fehler muss ich ehrlich sagen, dass die Regensburger richtig gut gespielt haben“, zeigte sich Dehmel als fairer Verlierer.

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Foto: Patrick Mohr